„De hauge Brügge“
Auch an Emsdetten führte der Max-ClemensKanal vorbei. An der sogenannten „Hauge Brügge“ – einer kleinen Brücke in der Nähe des Gasthofs „Pannen Libbet“ – wurden damals die für Borghorst, Burgsteinfurt und Emsdetten bestimmten Post- und Gütersendungen einund ausgeladen. Diese Brücke mit Holzgeländer, direkt vor der Stirnseite des Hauses Walters, ist die letzte Zeugin eines großen Planes, der hier vor etwa 300 Jahren Aufsehen erregte.
Schon gewusst?
Wegen ihrer besonderen biologischen Vielfalt, sind die Wiesen am Max-Clemens-Kanal, wie auch das naheliegende Emsdettener Venn, zum europäischen Schutzgebiet geadelt. Die häufige und lang andauernde Überflutung der Wiesen kommt selten gewordenen Wiesenvögeln zugute, die hier regelmäßig zur Brut schreiten.
Emsdettener Venn
Entwässerungsmaßnahmen und Torfabbau setzten dem Hochmoor in der Vergangenheit stark zu. Im Jahr 1941 wurde das Emsdettener Veen unter Schutz gestellt, jedoch wurde hier auch nach dem 2.Weltkrieg aus Not das kostbare Brennmaterial „Torf“ gestochen. Es wird noch lange Zeit dauern, bis sich das Hochmoor regeneriert hat.
Gasthof „Pannen Libbet“
Namen wie der des Gasthofs blicken auf eine lange Geschichte zurück. Es war die Zeit als die Dächer noch alle mit Stroh gedeckt wurden. „Pannen Libbet“ kommt daher, dass die damaligen Besitzer sehr früh das Hausdach mit den frisch auf den Markt gekommenen Dachziegeln oder Dachpfannen deckten. Plattdeutsch heißen sie „Dackpannen“, daher der Name „Pannen“. Weil die Frau des damaligen Besitzers den Vornamen Elisabeth trug, wird gefolgert, dass bereits zu jener Zeit der Name „Pannen Libbet“ geprägt wurde.